Zur Installation unserer Wassermacher auf Ihrem Boot

Die Installation eines Varuna-Wasserfiltersystems an Bord ist ein zentraler Schritt, um auf Ihrem Boot oder Hausboot jederzeit zuverlässig mit Brauch- und Trinkwasser versorgt zu sein. Auf dieser Seite finden Sie alle wichtigen Informationen zur Inbetriebnahme Ihres neuen Wassermachers: von der strategischen Platzwahl über die notwendigen Anschluss- und Vorbereitungsschritte bis hin zu Hinweisen zur Wartung und Gewährleistung. Die Systeme werden vormontiert und sind mit wenigen Handgriffen einsatzbereit – dennoch lohnt sich eine sorgfältige Planung, um eine sichere und unkomplizierte Funktion Ihrer Wasseraufbereitungsanlage zu gewährleisten.

Installationsdauer: Je nach Gegebenheiten ca. 30-90 Minuten

Vor Beginn der Installation

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Aufstellungsort planen

Das System sollte gut erreichbar sein für regelmäßige Filterwechsel. Berücksichtigen Sie auch die Anschlüsse für Zu- und Ableitung.

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Platzbedarf beachten

Mindestens 0,5 m² Grundfläche erforderlich. Das gefüllte System wiegt je nach Modell zwischen 25 und 40 kg.

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Wasserversorgung

Beste Lösung: Entnahme über einen Borddurchlass unter der Wasserlinie. Berücksichtigen Sie die Schlauchlängen.

Wichtige Planungshinweise

  • Eine gute Planung ist die halbe Installation
  • Position strategisch wählen für Wasserzulauf und Tankanschluss
  • Filteranlage sollte unkompliziert erreichbar bleiben
  • Filterkartuschen müssen alle 6-12 Monate ausgetauscht werden
  • Schlauchlängen und Verlegung berücksichtigen
  • Energieversorgung vorsehen
Empfehlung: Die Installation der Trinkwasserstufe erfolgt üblicherweise in direkter Nähe des Waschbeckens in der Küche – dort, wo Sie in Zukunft das Trinkwasser entnehmen wollen.

Einbau der Brauchwasserstufe

Wasseranschluss

Der Anschluss für die Zuführung des Seewassers erfolgt über eine Schlauchschnellkupplung.

Wichtig: Der Zuleitungsschlauch ist optional bei uns erhältlich. Der Ableitungsschlauch (von der Brauchwasserstufe zu Ihrem Wassertank) ist nicht im Lieferumfang enthalten.

Empfohlene Materialien

  • ½"-Schlauch für Ableitung
  • Passende Schlauchschnellkupplung
  • Rückschlagventil (bei Betrieb ohne Borddurchlass)
  • Schmutzfangkorb (bei Betrieb ohne Borddurchlass)
  • Kugelventil (bei Nutzung mit Borddurchlass)

Installation - Zwei Varianten

Mit Borddurchlass

Bei Nutzung mit einem Borddurchlass (unter der Wasserlinie):

  • Separates Kugelventil zwischen Filtersystem und Borddurchlass installieren
  • Idealerweise direkt am Borddurchlass positionieren

Ohne Borddurchlass

Bei Verwendung ohne Borddurchlass:

  • Rückschlagventil am Ende des Zuleitungsschlauchs anbringen
  • Schmutzfangkorb auf der Seeseite installieren

Zuleitung zum Hauptwassertank

Achtung Gegendruck: Die Ableitung des gefilterten Brauchwassers erfolgt über eine handelsübliche Schnellkupplung. Stellen Sie sicher, dass das Wasser ohne Gegendruck in den Wassertank gelangen kann. Ein Gegendruck von über 1 bar kann die UV-Bestrahlung irreparabel beschädigen!

Spülen des Vorfilters

Der Vorfilter verfügt über einen effektiven Spülmechanismus, der den Filtereinsatz zuverlässig von Verunreinigungen befreit, ohne gewechselt werden zu müssen.

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Brauchwasserstufe einschalten

Schalten Sie die Brauchwasserstufe ein (blauer Schalter).

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Spülschlauch anbringen

Bringen Sie vor dem Spülen einen Schlauch am Spülwasserausgang des Systems an und leiten ihn nach außerhalb des Boots.

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Spülung aktivieren

Je nach Modell aktivieren Sie die Spülung über den gelben Schalter am Schaltkasten.

Tipp für effektivere Spülung: Sie können den roten Hebel (Kugelventil) auf der Seite mit dem 3-fachen Sedimentfilter schließen. Achten Sie darauf, nach dem Spülen das Ventil wieder zu öffnen!

Einbau der Trinkwasserstufe

Um die Trinkwasserstufe mit dem Wassernetz Ihres Boots zu verbinden, benötigen Sie einen Abzweig von der Wasserzuleitung (meist zum Waschbecken) sowie eine Zuleitung zum Abfluss für das Spülwasser der Osmose-Membran.

Zusätzliche Dokumentation: Eine ausführliche Anleitung zur Installation der Trinkwasserstufe liegt dem System zusätzlich bei.

Benötigte Werkzeuge

  • Akkuschrauber oder Bohrmaschine
  • 6mm Metallbohrer
  • 12mm Metallbohrer
  • Einstellbarer Schraubenschlüssel (klein und mittelgroß)
  • Schlauchschneider oder Teppichmesser

Platzierung der Komponenten

Legen Sie fest, wo Sie folgende Komponenten installieren:

  • Wasserhahn (üblicherweise am Waschbecken)
  • 5-stufiger Umkehr-Osmose-Filter
  • Trinkwassertank
Berücksichtigen Sie einen guten Zugang für den Wechsel der Filter alle 6 bis 12 Monate.

Steckverbindungen - So funktioniert's

Schlauch einstecken

  1. Blaue Sicherungsklammer von der Schnellverbindung entfernen
  2. Schlauch mit etwas Druck in den Schnellverbinder drücken
  3. Blaue Klammer wieder einstecken als Sicherung

Schlauch entfernen

  1. Blaue Halteklammer entfernen
  2. Weißen Ring entgegen die Zugrichtung drücken
  3. Schlauch mühelos herausziehen
Schlauchlängen: Kürzen Sie die mitgelieferten Schläuche auf eine praktische Länge. Geben Sie am Ende lieber noch 20-50cm dazu, damit Sie die Komponenten bewegen können, ohne die Schläuche zu dehnen.

Anschluss an das Wassernetz

Vor Installation: Schalten Sie die Druckwasserpumpe des Boots aus und öffnen Sie einen Wasserhahn, damit kein Druck im Leitungssystem besteht!
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T-Stück montieren

Verbinden Sie das mitgelieferte T-Stück samt Kugelventil mit Ihrem Wassernetz. Gewindegröße: 3/8" (gängigste Anschlüsse für Wasserhähne).

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Schlauch zum Filter

Verbinden Sie den weißen 1/4"-Schlauch mit dem Kugelventil und dem Wassereingang am 5-stufigen Umkehr-Osmose-Filter.

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Wasserhahn installieren

Bohren Sie ein 12mm Loch für den Wasserhahn. Montieren Sie mit Helfer: Gummidichtung, Abdeckrosette, Plastikunterlegscheibe, große Gummidichtung.

Abwasseranschluss

Rückverkeimung vermeiden: Verbinden Sie möglichst nicht das Abwasser direkt mit dem Abwasserrohr! Sehen Sie einen freien Ablauf ohne direkten Kontakt vor.

Falls kein freier Ablauf möglich ist:

  • Zusätzliche Schutzmaßnahmen gegen Rückverkeimung treffen
  • Keimschutz mit Rücklaufschutz einbauen (nicht im Lieferumfang)
  • Anschluss so weit wie möglich oberhalb des Siphonwasserspiegels

Technische Komponenten

Druckerhöhungspumpe

Die mitgelieferte Druckerhöhungspumpe verfügt über 5-6 bar Wasserdruck und schaltet sich automatisch ab:
  • Bei Varuna mini & Complete: wenn der Trinkwassertank voll ist
  • Bei Varuna MAXI: wenn der Wasserhahn geschlossen wird

UVC-Sterilisator

Die UV-Bestrahlung schaltet sich automatisch ab:
  • Bei Varuna mini & Complete: wenn der Trinkwassertank voll ist
  • Bei Varuna MAXI: wenn der Wasserhahn geschlossen wird

Inbetriebnahme

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Verbindungen prüfen

Vergewissern Sie sich, dass alle Verbindungen ordnungsgemäß angebracht wurden.

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System entlüften

Schalten Sie die Druckwasserpumpe ein, öffnen Sie die Wasserhähne und warten Sie, bis die Luft aus den Leitungen gewichen ist.

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Kugelventil öffnen

Öffnen Sie das Kugelventil für den Wasserzulauf zur Trinkwasserstufe und verbinden Sie Druckerhöhungspumpe und UV-Bestrahlung mit der Stromversorgung.

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Trinkwasserhahn öffnen

Es können einige Minuten vergehen, bis die ersten Tropfen kommen, da sich alle Gehäuse und Filter erst füllen müssen.

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Erstbetrieb - 10 Minuten

Lassen Sie die Trinkwasserstufe für mindestens 10 Minuten laufen, bevor Sie das Wasser in den Tank leiten. Kontrollieren Sie auf undichte Stellen.

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Trübung ist normal

Das Trinkwasser kann in den ersten Minuten noch trüb und grau sein. Das liegt an Lufteinschlüssen und feinem Staub aus der Aktivkohlefilterung - völlig normal und ungefährlich.

Automatische Entlüftung: Das 3-stufige Sedimentfiltersystem entlüftet sich beim ersten Betrieb automatisch.

Betrieb des Gerätes

Wichtige Sicherheitshinweise:
  • Das Gerät entnimmt selbsttätig Wasser aus dem Bordnetz
  • Bei Defekt kann es zur Quelle eines unkontrollierten Wasseraustritts werden
  • Wasserzufuhr nur bei Anwesenheit öffnen
  • Nach dem Filtervorgang wieder schließen
  • Empfehlung: Wasserstopp einsetzen, der bei Wasseraustritt die Zufuhr automatisch verschließt

Allgemeine Betriebshinweise

  • Gerät vor direktem Sonnenlicht und Frost schützen
  • Wöchentliche Sichtprüfung durchführen
  • Abschaltung des Abwassers prüfen
  • Wenn keine Filterung läuft, sollte kein Abwasser laufen
  • Bei Abwesenheit: Netzstecker ziehen und Wasserzufuhr zudrehen

Filterwechsel

Wechselintervalle

Komponente Intervall Hinweise
Vorfilter (3 Stück) Alle 6 Monate DIN 1988 Teil 8 - Verkeimungsgefahr
Aktivkohle-Nachfilter Alle 6 Monate Empfohlen
Osmose-Membran Mindestens alle 2-5 Jahre Oder bei verminderter Leistung/Rückhalterate
Abhängig von: Wasserverbrauch und Qualität des verwendeten Wassers. Bei mehr als 15 Litern pro Tag oder stark verunreinigtem Wasser kann häufigerer Wechsel nötig sein.

Wechsel des Aktivkohle-Nachfilters

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Filter lösen

Schläuche lösen und Filter aus der Halteklammer nehmen.

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Anschlüsse vorbereiten

Anschluss-Stücke mit Teflonband umwickeln und in den neuen Filter einschrauben.

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Flussrichtung beachten

Das schlankere Ende zeigt in Richtung Wasserhahn.

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Spülen

Neuen Filter mit etwa 12 Litern Wasser spülen, bevor Sie es trinken.

Wechsel der Osmose-Membran

Membranen:
  • Varuna Complete: 400 GPD Membran Größe 3013
  • Varuna MAXI: 600 GPD Membran Größe 3013

Wichtig beim Wechsel:

  • Auf den Ring am Filtergehäuseboden achten
  • Filter müssen mit der Bohrung den höheren Ring umschließen
  • Gerät aufrecht stellen, damit Gummidichtungen nicht verrutschen
  • Alle 3 Gehäuse mit dem schwarzen Gehäuseschlüssel gut festziehen
  • Nach Membranwechsel: Anlage 20 Minuten spülen
Lebensdauer: Das Gerät muss spätestens nach 10 Jahren mit allem Zubehör komplett erneuert oder deinstalliert werden.

Technische Daten

Spezifikation Wert
Trinkwassermenge (durchschnittlich) Bis 100 Liter pro Tag
Nennleistung 1520 Liter pro Tag
Durchflussrate 0,6 - 1,5 Liter pro Minute (abhängig von TDS und Temperatur)
Leistungsaufnahme Max. 108 W
Spannung 220-230V / 50 Hz
Wassertemperatur 5°C bis 40°C
Eingangswasserdruck 1,5 Bar - 5 Bar
Einsatzbereich Leitungswasser / Trinkwasser
Max. Eingangswasser-TDS 1000 PPM

Garantiebestimmungen

Ausgenommen von der Garantie:
  • Verschleißteile wie Filter, Membranen, Verbindungen und Schlauchleitungen
Garantie erlischt bei:
  • Unkorrekter Inbetriebnahme
  • Missbrauch, falsche Verwendung oder Instandhaltung
  • Nachlässigkeit, Veränderung des Systems
  • Unregelmäßigem bzw. verzögertem Filter-/Membranwechsel
  • Verwendung minderwertiger Filter/Membranen
  • Schadensfällen wie Frost, unsachgemäße Montage/Wartung
  • Verwendung von Salzwasser

Wichtig: Alle Garantiezusagen unterliegen der Einhaltung der Betriebs- und Wartungsvorschriften. Mängel sind sofort nach Eintreten unter Vorlage der Originalrechnung zu melden. Rücksendungen haben stets kostenfrei zu erfolgen.