Zur Installation unserer Wassermacher auf Ihrem Boot
Die Installation eines Varuna-Wasserfiltersystems an Bord ist ein zentraler Schritt, um auf Ihrem Boot oder Hausboot jederzeit zuverlässig mit Brauch- und Trinkwasser versorgt zu sein. Auf dieser Seite finden Sie alle wichtigen Informationen zur Inbetriebnahme Ihres neuen Wassermachers: von der strategischen Platzwahl über die notwendigen Anschluss- und Vorbereitungsschritte bis hin zu Hinweisen zur Wartung und Gewährleistung. Die Systeme werden vormontiert und sind mit wenigen Handgriffen einsatzbereit – dennoch lohnt sich eine sorgfältige Planung, um eine sichere und unkomplizierte Funktion Ihrer Wasseraufbereitungsanlage zu gewährleisten.
Vor Beginn der Installation
Aufstellungsort planen
Das System sollte gut erreichbar sein für regelmäßige Filterwechsel. Berücksichtigen Sie auch die Anschlüsse für Zu- und Ableitung.
Platzbedarf beachten
Mindestens 0,5 m² Grundfläche erforderlich. Das gefüllte System wiegt je nach Modell zwischen 25 und 40 kg.
Wasserversorgung
Beste Lösung: Entnahme über einen Borddurchlass unter der Wasserlinie. Berücksichtigen Sie die Schlauchlängen.
Wichtige Planungshinweise
- Eine gute Planung ist die halbe Installation
- Position strategisch wählen für Wasserzulauf und Tankanschluss
- Filteranlage sollte unkompliziert erreichbar bleiben
- Filterkartuschen müssen alle 6-12 Monate ausgetauscht werden
- Schlauchlängen und Verlegung berücksichtigen
- Energieversorgung vorsehen
Einbau der Brauchwasserstufe
Wasseranschluss
Der Anschluss für die Zuführung des Seewassers erfolgt über eine Schlauchschnellkupplung.
Empfohlene Materialien
- ½"-Schlauch für Ableitung
- Passende Schlauchschnellkupplung
- Rückschlagventil (bei Betrieb ohne Borddurchlass)
- Schmutzfangkorb (bei Betrieb ohne Borddurchlass)
- Kugelventil (bei Nutzung mit Borddurchlass)
Installation - Zwei Varianten
Mit Borddurchlass
Bei Nutzung mit einem Borddurchlass (unter der Wasserlinie):
- Separates Kugelventil zwischen Filtersystem und Borddurchlass installieren
- Idealerweise direkt am Borddurchlass positionieren
Ohne Borddurchlass
Bei Verwendung ohne Borddurchlass:
- Rückschlagventil am Ende des Zuleitungsschlauchs anbringen
- Schmutzfangkorb auf der Seeseite installieren
Zuleitung zum Hauptwassertank
Spülen des Vorfilters
Der Vorfilter verfügt über einen effektiven Spülmechanismus, der den Filtereinsatz zuverlässig von Verunreinigungen befreit, ohne gewechselt werden zu müssen.
Brauchwasserstufe einschalten
Schalten Sie die Brauchwasserstufe ein (blauer Schalter).
Spülschlauch anbringen
Bringen Sie vor dem Spülen einen Schlauch am Spülwasserausgang des Systems an und leiten ihn nach außerhalb des Boots.
Spülung aktivieren
Je nach Modell aktivieren Sie die Spülung über den gelben Schalter am Schaltkasten.
Einbau der Trinkwasserstufe
Um die Trinkwasserstufe mit dem Wassernetz Ihres Boots zu verbinden, benötigen Sie einen Abzweig von der Wasserzuleitung (meist zum Waschbecken) sowie eine Zuleitung zum Abfluss für das Spülwasser der Osmose-Membran.
Benötigte Werkzeuge
- Akkuschrauber oder Bohrmaschine
- 6mm Metallbohrer
- 12mm Metallbohrer
- Einstellbarer Schraubenschlüssel (klein und mittelgroß)
- Schlauchschneider oder Teppichmesser
Platzierung der Komponenten
Legen Sie fest, wo Sie folgende Komponenten installieren:
- Wasserhahn (üblicherweise am Waschbecken)
- 5-stufiger Umkehr-Osmose-Filter
- Trinkwassertank
Steckverbindungen - So funktioniert's
Schlauch einstecken
- Blaue Sicherungsklammer von der Schnellverbindung entfernen
- Schlauch mit etwas Druck in den Schnellverbinder drücken
- Blaue Klammer wieder einstecken als Sicherung
Schlauch entfernen
- Blaue Halteklammer entfernen
- Weißen Ring entgegen die Zugrichtung drücken
- Schlauch mühelos herausziehen
Anschluss an das Wassernetz
T-Stück montieren
Verbinden Sie das mitgelieferte T-Stück samt Kugelventil mit Ihrem Wassernetz. Gewindegröße: 3/8" (gängigste Anschlüsse für Wasserhähne).
Schlauch zum Filter
Verbinden Sie den weißen 1/4"-Schlauch mit dem Kugelventil und dem Wassereingang am 5-stufigen Umkehr-Osmose-Filter.
Wasserhahn installieren
Bohren Sie ein 12mm Loch für den Wasserhahn. Montieren Sie mit Helfer: Gummidichtung, Abdeckrosette, Plastikunterlegscheibe, große Gummidichtung.
Abwasseranschluss
Falls kein freier Ablauf möglich ist:
- Zusätzliche Schutzmaßnahmen gegen Rückverkeimung treffen
- Keimschutz mit Rücklaufschutz einbauen (nicht im Lieferumfang)
- Anschluss so weit wie möglich oberhalb des Siphonwasserspiegels
Technische Komponenten
Druckerhöhungspumpe
- Bei Varuna mini & Complete: wenn der Trinkwassertank voll ist
- Bei Varuna MAXI: wenn der Wasserhahn geschlossen wird
UVC-Sterilisator
- Bei Varuna mini & Complete: wenn der Trinkwassertank voll ist
- Bei Varuna MAXI: wenn der Wasserhahn geschlossen wird
Inbetriebnahme
Verbindungen prüfen
Vergewissern Sie sich, dass alle Verbindungen ordnungsgemäß angebracht wurden.
System entlüften
Schalten Sie die Druckwasserpumpe ein, öffnen Sie die Wasserhähne und warten Sie, bis die Luft aus den Leitungen gewichen ist.
Kugelventil öffnen
Öffnen Sie das Kugelventil für den Wasserzulauf zur Trinkwasserstufe und verbinden Sie Druckerhöhungspumpe und UV-Bestrahlung mit der Stromversorgung.
Trinkwasserhahn öffnen
Es können einige Minuten vergehen, bis die ersten Tropfen kommen, da sich alle Gehäuse und Filter erst füllen müssen.
Erstbetrieb - 10 Minuten
Lassen Sie die Trinkwasserstufe für mindestens 10 Minuten laufen, bevor Sie das Wasser in den Tank leiten. Kontrollieren Sie auf undichte Stellen.
Trübung ist normal
Das Trinkwasser kann in den ersten Minuten noch trüb und grau sein. Das liegt an Lufteinschlüssen und feinem Staub aus der Aktivkohlefilterung - völlig normal und ungefährlich.
Betrieb des Gerätes
- Das Gerät entnimmt selbsttätig Wasser aus dem Bordnetz
- Bei Defekt kann es zur Quelle eines unkontrollierten Wasseraustritts werden
- Wasserzufuhr nur bei Anwesenheit öffnen
- Nach dem Filtervorgang wieder schließen
- Empfehlung: Wasserstopp einsetzen, der bei Wasseraustritt die Zufuhr automatisch verschließt
Allgemeine Betriebshinweise
- Gerät vor direktem Sonnenlicht und Frost schützen
- Wöchentliche Sichtprüfung durchführen
- Abschaltung des Abwassers prüfen
- Wenn keine Filterung läuft, sollte kein Abwasser laufen
- Bei Abwesenheit: Netzstecker ziehen und Wasserzufuhr zudrehen
Filterwechsel
Wechselintervalle
| Komponente | Intervall | Hinweise |
|---|---|---|
| Vorfilter (3 Stück) | Alle 6 Monate | DIN 1988 Teil 8 - Verkeimungsgefahr |
| Aktivkohle-Nachfilter | Alle 6 Monate | Empfohlen |
| Osmose-Membran | Mindestens alle 2-5 Jahre | Oder bei verminderter Leistung/Rückhalterate |
Wechsel des Aktivkohle-Nachfilters
Filter lösen
Schläuche lösen und Filter aus der Halteklammer nehmen.
Anschlüsse vorbereiten
Anschluss-Stücke mit Teflonband umwickeln und in den neuen Filter einschrauben.
Flussrichtung beachten
Das schlankere Ende zeigt in Richtung Wasserhahn.
Spülen
Neuen Filter mit etwa 12 Litern Wasser spülen, bevor Sie es trinken.
Wechsel der Osmose-Membran
- Varuna Complete: 400 GPD Membran Größe 3013
- Varuna MAXI: 600 GPD Membran Größe 3013
Wichtig beim Wechsel:
- Auf den Ring am Filtergehäuseboden achten
- Filter müssen mit der Bohrung den höheren Ring umschließen
- Gerät aufrecht stellen, damit Gummidichtungen nicht verrutschen
- Alle 3 Gehäuse mit dem schwarzen Gehäuseschlüssel gut festziehen
- Nach Membranwechsel: Anlage 20 Minuten spülen
Technische Daten
| Spezifikation | Wert |
|---|---|
| Trinkwassermenge (durchschnittlich) | Bis 100 Liter pro Tag |
| Nennleistung | 1520 Liter pro Tag |
| Durchflussrate | 0,6 - 1,5 Liter pro Minute (abhängig von TDS und Temperatur) |
| Leistungsaufnahme | Max. 108 W |
| Spannung | 220-230V / 50 Hz |
| Wassertemperatur | 5°C bis 40°C |
| Eingangswasserdruck | 1,5 Bar - 5 Bar |
| Einsatzbereich | Leitungswasser / Trinkwasser |
| Max. Eingangswasser-TDS | 1000 PPM |
Garantiebestimmungen
- Verschleißteile wie Filter, Membranen, Verbindungen und Schlauchleitungen
- Unkorrekter Inbetriebnahme
- Missbrauch, falsche Verwendung oder Instandhaltung
- Nachlässigkeit, Veränderung des Systems
- Unregelmäßigem bzw. verzögertem Filter-/Membranwechsel
- Verwendung minderwertiger Filter/Membranen
- Schadensfällen wie Frost, unsachgemäße Montage/Wartung
- Verwendung von Salzwasser
Wichtig: Alle Garantiezusagen unterliegen der Einhaltung der Betriebs- und Wartungsvorschriften. Mängel sind sofort nach Eintreten unter Vorlage der Originalrechnung zu melden. Rücksendungen haben stets kostenfrei zu erfolgen.
